Faß Olivenol aus Italien besorgen, damit die Schwestern am Freitag und in der Fa¬ stenzeit zum Kochen echtes Oel haben. Nach dem Ableben des Königs Georg versicherte sein Sohn Prinz Ernst August: Was mein Vater getan hat, werde ich fortsetzen. König Georg hatte eine große Hochschätzung vor der damaligen Priorin Mutter Emanuel, mit der er sich über verschiedene Fragen besprach. Einmal sagte er über ihre Antwort: So könne man nur sprechen, wenn man durch höhere Erleuchtung von Gott belehrt ist. Oft kam auch Bischof Rudiger, um sich über das Kloster zu informieren. Anfangs 1873 herrschten in Gmunden die Blattern. Die Schwestern es waren da¬ mals zwölf Chor= und zwei Laienschwestern hielten in der Fastenzeit eine Andacht ab, um Abwendung der Krankheit, das Kloster blieb ganz verschont. Im Jahre 1873 wurde die Kirche reno¬ viert. Der jetzige Hochaltar wurde durch den Gmundner Bildhauer Josef Untersver¬ ger angefertigt und das Bild Maria=Schnee daran angebracht. Dieses Bild war ein Ge¬ schenk vom Frauenkloster Nonnberg in Salz¬ burg. Am rechten Seitenaltar wurde das Bild der hl. Theresia aufgestellt, ein Geschenk der Ursulinen in Linz bei der Grundung des Klosters in Gmunden 1828. Der linke Seitenaltar erhielt das herrliche Bild des hl. Joseph mit dem Jesutinde, die Kopie eines berühmten Bildes, welches Fräulein Maria Jaquot aus Freiburg im Breisgau gemalt hatte. Die Weihe der drei Altare nahm Bi¬ schof Rudiger am 5. Oktober 1873 vor. 28
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