Das Kloster der Karmelitinnen in Gmunden

Priorin und die alteren zwei Schwestern besichtigten mit Erlaubnis des Nuntius in Wien einige frühere Kloster, die unter Kai¬ ser Josef II. aufgehoben waren, doch tam man zu keinem Resultate. Die Erzherzogin Elisabeth spendete 1867 für einen neuen Theresienaltar 200 fl, sechs Jahre später wurde dieser Altar aufgestellt. Das Kloster hatte wiederholt hohe Be¬ suche. Die regierenden Häuser hatten das Privileg, das Kloster betreten zu dürfen, sie machten auch von dieser Erlaubnis Gebrauch. 1849 besuchten Kaiser Ferdinand und seine Gemahlin Kaiserin Maria Anna das Klo= ster, dem sie des öfteren ihre Gewogenheit bezeugten. Kaiserin Karolina Augusta tam fast alle Jahre auf der Durchreise nach Ischl ins Kloster. Erzherzog Maximilian tam wiederholt und besonders Erzherzogin Elisa¬ beth fand sich Jahre hindurch regelmäßig mit ihren Kindern ein. 1858 und 1870 betrat Erz¬ herzogin Sophie, die Mutter des Kaisers Franz Joseph, das Kloster zu einem längeren Besuch. Im Laufe der Jahre finden sich unter den Besuchern nebst mehreren Mit¬ gliedern der kaiserlichen Familie auch Prinz Ludwig von Bayern usw. Am 5. August 1868 tam König Georg von Hannover samt Gemahlin und drei Kindern auf Besuch. Die freundliche Aufnahme, wel¬ che die Hoheiten als Protestanten nicht er¬ wartet hatten, rührte sie tief. „Hier ist ja der Friede des Himmels“, außerte sich die Königin. Der König ließ bis kurz vor sei¬ nem Tode dem Kloster jährlich eine Spende von 300 Gulden zukommen und jährlich ein 27

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