Am 30. April 1859 wurde der Krieg mit Frankreich proklamiert. In der Kloster¬ tirche wurde das 40stündige Gebet unter großem Andrang des Volkes gehalten, bei der Abendandacht standen die Leute bis weit auf die Straße hinaus. Im Jahre 1860 erhielt der Hochaltar eine neue Mensa, die bisherige wurde zum neuen Seitenaltar zu Ehren der Immatu¬ lata, dem späteren Theresienaltar, verwen¬ det. Die beiden Bilder: Herz Jesu und Herz Maria wurden bei dem bekannten Künstler Professor Kupelwieser in Wien bestellt; jetzt sind diese Meisterwerke in der Nähe des Hochaltares aufgestellt. Die Kosten per 100 fl. K.=M. wurden von einem Wohl¬ tater des Klosters bestritten. Auch ein neues Hl. Grab wurde aufgerichtet, der Grab¬ christus war eine alte Holzplastit, die durch den Gmundner Bildhauer Neudecker kunst¬ gerecht renoviert worden war. Um die Kirche auch untertags offen lassen zu con¬ nen, wurde rückwärts ein einfaches Ab¬ schlußgitter angebracht. Am 18. Mai 1860 brach wieder Feuer in der Nähe des Klosters aus; die Gefahr für das Kloster war sehr groß. Die Schwestern beteten recht innig um Abwendung der Ge¬ fahr und das Feuer ließ schnell nach, so daß die Leute sagten: „Das haben die Kloster¬ frauen erbeten. Die Feuchtigkeit des Klosters, welche da¬ mals durch das oftere Austreten des Sees veranlaßt wurde, und die vielen Ertran¬ tungsfalle brachten die Schwestern auf den Gedanken, anderswohin zu übersiedeln. Die 26
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