eine Sanitätskommission, welche von der k. k. Statthalterei angeordnet worden war, das Haus als gänzlich ungeeignet erklärte. Die Mutter Priorin war in Linz schwer er¬ krankt. Dr. Haller erklärte ihr, die Reise nach Gmunden in der Winterszeit sei für sie weniger gefährlich als ein längeres Verwei¬ len in dem neuen Kloster. Unter diesen Ver¬ haltnissen verließen die Schwestern am 10. Dezember 1858 in aller Stille die Stadt Linz und führen wieder nach Gmunden zu¬ ruck. War der Abschied im Vorjahre den Schwestern in Gmunden recht schwer gefal¬ len, so war die Freude jetzt um so großer, wenn auch die Priorin schwer krank zurück¬ kehrte. Ein lang gehegter Wunsch, dessen Erfül¬ lung menschlicherweise unmöglich schien, ging 1857 in Erfüllung. An das Kloster stößt unmittelbar das früher sogenannte Bader=Hausel (Traundorf Nr. 8) an, dessen damalige Besitzer Herr Ferdinand Krackowizer und seine Frau Maria Josepha waren. Am 11. Februar 1857 wurde der Kauf des Hauses um 6000 fl. K.=M. durch¬ geführt. Durch Vermittlung des Hochwur¬ digsten Herrn Bischofs Franz Joseph Rudi¬ gier in Linz wurde die Kaufsumme von einem hohen Gönner in Prag ausgezahlt, die Schwestern wären nicht in der Tage ge¬ wesen, dies Nachbarhaus, das für das Klo= ster, so wichtig war, zu kaufen. Ein Teil des Hauses wurde für das Kloster adaptiert, in dem entlegeneren Teil wurden einige not¬ wendige Gastzimmer eingerichtet. 25
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