Das Kloster der Karmelitinnen in Gmunden

die Profeß ab. Am 27. Dezember starb sie an Altersschwäche. Im Jahre 1852 erhielten die Karmelitin¬ nen im Friedhofe ganz bei der Kapelle einen eigenen Beerdigungsplatz, in welchem alle Schwestern beigesetzt wurden. Am 15. April 1852 starb Bischof Grego¬ rius Thomas Ziegler von Linz, der stets ein besonderer Gönner der Niederlassung in Gmunden war. Auch in seinem Testamente hatte er dem Kloster noch ein Legat ver¬ macht. Im Sommer 1853 besuchte der neue Bi¬ schof von Linz Franz Joseph Rudiger das Kloster. Ende des Jahres litten die Schwestern druckende Not, dazu sollten mehrere Rech¬ nungen beglichen werden — und kein Geld. Die Schwestern beteten recht innig. Da kam ein Brief mit 800 fl. von einem ungenann¬ — wie dankten die Schwe¬ ten Wohltäter, stern für das so handgreifliche Walten der gottlichen Vorsehung Am 10. Juni 1854 tam der Primas von Ungarn, Kardinal Johann Scitowsky von Gran, als Apostolischer Visitator nach Gmunden, zelebrierte in der Klosterkirche die Konventmesse und visitierte hierauf das Kloster. In der Kirche wurde der Josephi=Sei¬ tenaltar aufgestelt und vom Pater Pro¬ vinzial der Karmeliten Pater Gregorius (früher Prior in Linz) geweiht. Durch die Priorin der Karmelitinnen in Wilten bei Innsbruck erhielt das Kloster eine kleine Wiege für das Jesutind zur Weihnachtszeit. 23

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