Das Kloster der Karmelitinnen in Gmunden

Pläne für den Umbau machte. Es war das Streben, vom übernommenen Hause so viel als möglich stehen zu lassen, um dadurch die Adaptierungen zu verbilligen. Zunächst wurde am 23. Mai 1829 mit der Garten= und Klausurmauer begonnen, welche noch in die¬ sem Jahre vollendet werden konnte. Dann wurde der Kapellenbau in Angriff genommen, wozu die Einfahrt des Hauses verwendet wurde. Am 25. Juli 1829 konnte der Stadtpfarrer von Gmunden Franz Wai¬ lig die Kapelle einweihen. Am 29. August 1829 legte Schwester Ema¬ nuela Maria vom hl. Joseph (Seutin) die hl. Ordensgelübde ab. Hiebei war auch ihr Vater, Dr. Seutin, anwesend. Im Herbste 1829 wurden noch die Funda¬ mente zum Klosterbau gelegt und im April 1830 mit dem Um= bezw. Neubau der Kirche und des Klosters begonnen. Am 5. August wurde im Garten ein gro¬ pes Kreuz durch Dechant Warlig feierlich geweiht. Mutter Leopoldina, die von Prag nach Gmunden gekommen war, um hier die neue Stiftung durchzuführen, sollte nun wie¬ der nach Prag zuruck. Die Reise ware für die kränkliche 77jährige Frau wohl sehr be¬ schwerlich gewesen. Ueber Bitten der Schwe¬ stern durfte sie zur Freude aller in Gmun¬ den verbleiben. Sie hatte bereits vier Jahre als Priorin in Gmunden segensreich ge¬ wirkt. Nach den Statuten der Karmelitinnen mußte die Wahl einer neuen Priorin vorge¬ nommen werden. Im Auftrage des Bi¬ schofs nahm Dechant Wailig von Gmunden 14.

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