mut war oft sehr drückend und groß. Die Chronik berichtet nur einige Tatsachen. „Gleich anfangs, nachdem man die den Schwestern geliehenen Strohsacke wieder zu¬ rückbegehrte, mußten die Schwestern durch längere Zeit auf offenem Stroh ihre Nacht¬ ruhe nehmen; dann hatten sie nur so viele Sesseln als Schwestern waren, sie mußten daher die Sesseln von einem Gemach ins an¬ dere tragen, vom Chor= ins Speisezimmer. Zu manchen Zeiten gebrach es ihnen so an allem, daß sie nicht einmal so viel hatten, wo¬ mit sie einen Brief (Briefmarke, bezahlen oder eine Kerze hatten kaufen können. Ja selbst an Nahrungsmitteln litten sie oft be¬ deutenden Abgang". — Doch der Herr half immer wieder der größten Not ab, beson¬ ders auch durch kleine Almosen. Bekannte und Angehörige der Schwestern bemühten sich, dem Kloster beizustehen. Zur großen Armut kamen noch Verfol¬ gungen und Beschimpfungen aller Art. Außerdem litten die Schwestern durch die Beschränktheit des alten Hauses, in dem sie wohnten, sowie durch das Ungeziefer usw. Eine Folge dieser Verhältnisse war, daß in kurzer Zeit mehrere Schwestern erkrankten und starben. Die Räumlichkeiten im Hause waren so beschränkt, daß nur zehn Schwestern drinnen wohnen konnten. Als eine Kandi¬ datin antam, mußte sie eine Zeitlang bei ihrer leiblichen Schwester außerhalb des Klosters übernachten. Im April 1829 tam Dr. Sentin von Wien nach Gmunden und nahm den Bau¬ meister Joseph Kornhaußl mit, der die 13
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