mussen sich sehen lassen, die Mutter Gottes hat sich ja auch sehen lassen. An der festlich geschmuckten Pforte des Hauses empfingen der Dechant von Gmun¬ den, Franz Wailig, im Vespermantel, nebst seinen beiden Kaplanen, der Kapuzinerkon¬ vent mit Pater Guardian Odilo Schlung und Pater Vitar Fidelis Sartori die Schwe¬ tern, reichte ihnen das Weihwasser und führ¬ te sie ins Haus. Hier begrüßten die Schwe¬ stern eine große Menge Schwalben, die auf dem eisernen Gitter saßen, mit lautem Ge¬ zwitscher. Im Saale des Hauses übertrug Pater Hugo im Auftrage des Erzbischofs von Prag die Sorge für die Schwestern dem Dechant von Gmunden, welcher dann den Schwestern den Pater Fidelis, Vitar des nahen Kapu¬ zinerklosters, als Beichtvater vorstellte. Auf Bitten der Schwestern, daß sie die Klausur auch zur Anhörung der hl. Messe nicht mehr verlassen dürfen, wurde der Saal für die hl. Messe hergerichtet und Pater Hugo er¬ klärte sich bereit, am nächsten Tage die yl. Messe hier zu zelebrieren. Der Dechant weihte noch die einzelnen Raume des Hau¬ ses ein, dann entfernten sich alle. Die Schwestern hatten die Stifter des Klösterleins erst nur flüchtig begrüßen kön¬ nen, jetzt begrüßten die Stifter und Fräulein Aloisia Petrowitsch mit großer Ehrfurcht und unter Freudentranen die Schwestern in ihrem neuen Heim. Die folgende Nacht ver¬ brachten die Stifterin Magdalena Trawe¬ ger und Aloisia in einer Hütte des Gartens, die beiden Bruder Traweger hatten sich in 10
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