Nach längeren Verhandlungen sagten die Schwestern in Prag zu. Bischof Gregorius Thomas erwirkte die Zustimmung des Kai¬ sers Franz I. zur Grundung des Karmeli= tinnen=Klosters in Gmunden am 12. Febru¬ ar 1828 (am 60. Geburtstage des Kaisers). Fursterzbischof Wenzel Leopold von Prag hatte vier Karmelitinnen aus dem Prager Kloster auf dem Hradschin für die Neugrün¬ dung in Gmunden bestimmt, und zwar: Als Priorin Mutter Maria Leopol¬ dina Josepha vom hl. Michael, Schwester Maria Eletta von Jesus. Sie wurde vom Bischof Gregorius Thomas zur Supriorin von Gmunden er¬ nannt; Schwester Maria Stanislaa vom heiligsten Herzen Jesu; Schwester Johanna Josepha von den fünf Wunden Christi. Außerdem die Kandidatin Fräulein An¬ tonia Seutin. Am 29. Juni 1828 erfolgte die Abreise aus Prag. Der Fürsterzbischof hatte für diese Reise gesorgt, indem er genau den Weg und die Raststationen, die er schon infor= miert hatte, vorschrieb. Die Schwestern soll¬ ten meist in der Nacht fähren, um alles Auf¬ sehen zu vermeiden. Die Reiseauslagen (mit Ausnahme der Wagenfahrten übernahm der Fürsterzbischof, welcher noch am Vortage ins Kloster der Karmelitinnen kam, um den Schwestern Gottes Segen für die Reise und für ihre Tätigkeit in Gmunden zu wünschen. Als Begleiter wurden bestimmt Pater Wenzel Hugo Seytora vom Pramonstraten¬ 6
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