lieh im Menuett der zweistimmige Kanon in der Oktave (Oboe, Fagott). Das Trio bringt je einen zweistimmigen Kanon (riverso = umge= kehrt, sowohl vor? als rückwärts zu spielen) — Oboen, Fagotte — die Antwortstimme, bringt Rhythmus und Intervalle genau, letztere aber in der Umkehrung. Das Schlußallegro ist ein Variationensatz, froh bewegt wird der Ge« danke mannigfach abgeändert, im frischdiellen Dur ausklingend. W.A.Mozart: Linz er Symphonie, K.V. 425 (Besetzung: Streichquintett, 2 Oboen, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, 2 Pauken). Im Jahre des Beginnes des Siebenjährigen Krieges wurde Mozart geboren, drei Jahre später Schiller. Nach diesem Kriege nahm das geistige, nationale und gesellschaftliche Leben einen blühenden Aufschwung. Kanths Philo^ Sophie befruchtete die Geister. Kaiser Josef II. Ausbau und Fürsorge für Kunst und Wissen; Schaft wirkten fördernd. Mozart lebte in dieser aufblühenden Epoehe. In seiner gött; liehen, herrlichen Musik, die er dem deutschen Volke, der gesamten Menschheit schenkte, spiegelt sich der Wellenschlag, der Ausschnitt der damaligen Zeit . . . Der Lichtgott der Musik schrieb die Linzer Symphonie gelegent; lieh eines Aufenthaltes in dieser Stadt. 1783 im Hause Altstadt 17 (Klosterstraße 20). Er kam mit seiner jung angetrauten Gattin Kon; stanza von einem Besuche in Salzburg. Mo; zart widmete das „über Hals und Kopf" kom; ponierte Werk dem Grafen Thun, seinem gastlichen Hausherrn. Der 1. Satz beginnt mit einem träumerisch;feierlichen Adagio, dem ein edles, anmutiges Allegro spirituoso folgt. Mit den einfachsten Klangmitteln erzielt Mozart die wundervollsten Wirkungen. Der 2. Satz (Adagio) atmet ungesuchte Anmut, die Kan; tilene ist von inniger Zartheit. Die tanzenden Rokokogestalten aus der Kaiser;Josef;Zeit tauchen im Menuett vor unseren Augen auf. Das Trio, in dem zuerst die Oboe das zierlich geschlungene Motiv anstimmt, um darauf mit dem Fagott ein allerliebstes Frage; und Ant;
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