EINFÜHRUNG Samsfag den 18. Juli 1936, 20 Uhr, Linz, Landhaushof (bei Regen im Redoutensaal). Serenade. W. A. Mozart; MarschinDsDur, K. V. 215 (Besetzung: 2 •Violinen, Viola, Baß, 2 Oboen, 2 Trompeten, 2 Hörner). Im August 1775 zu Salzburg komponiert, trägt das kurze Musikstück festlich^frohen Charak^ ter mit punktiertem Rhythmus. Der Mittelteil fließt tänzelnd^zierlich dahin. Bläserserenade Nr. 12 in C s M o 11, K. V. 388 (Besetzung: Oboen, Klarinetten, Fa« gotte. Hörner). 1782 geschrieben, gab es für Mozart genug Am lässe, Serenaden zu schreiben. Der Meister suchte die Protektion des ersten Kammer« dieners Kaiser Joseph II., Strack, zu gewinnen. Dies gelang ihm auch. Sowohl der Kaiser, als auch Erzherzog Maximilian waren auf Mozart aufmerksam geworden. Mit dem Fürsten Lichtenstein verhandelte er wegen Einrich« tung einer Harmoniemusik und mit dem aus Regensburg gebürtigen Phil. Jak. Martin hatte er im Augarten Konzerte übernommen, an welche sich öffentliche Nachtmusiken an« schlössen. Die C«Moll«Serenade ragt weit über die üblich gebotene Unterhaltungsmusik hin« aus. Sie ist mit der in Es«Dur Vorläuferin erstrangiger Kammermusik. Der 1. Satz ist von kraftvoller Entschlossenheit und ernstem Charakter. Lieblich die Es«Dur«Melodie der Oboe (2. Thema) als Gegensatz. Geruhsam, wenn auch die ernste Stimmung wahrend, das Andante. Figurativ, nie überladen, köst«
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