Österreichisches Brucknerfest 1936

MUSIKERGEDENKSTÄTTEN IN LINZ Mozart stieg im Hause des Grafen Thun (Alts Stadt 17) mit seiner Gattin Constanze ab und schrieb 1783 hier die Linzer Symphonie. Er kam 1785 nochmals nach Linz. Beethoven wohnte ab 1812 wiederholt bei seinem Bruder Johann (Hauptplatz 7), der Eigens tümer der Wasserapotheke war. Hier vollendete er das Finale der „Achten", legte letzte Hand an die Partitur der „Ruinen von Athen". Von dem Haus steht heute nur mehr eine halbe senkrechte Fensterfront (Neubau der Wasserapotheke, Ende des Hauptplatzes, oberhalb der Brücke). Beethos ven spielte auch im Hause des Grafen Dönhoff (Haus neben dem Eingang zum Neuen Dom, Hers renstraße). Im LandessMuseum (Linz, Museums Straße 14) steht das OriginahKlavier Beethovens, welches er von der Stadt Paris zum'Geschenk ers hielt. Schubert kam 1819 das erstemal nach Linz, singt mit dem Textdichter Ottenwald sein „Wies genlied". 1822 werden er und sein Sänger Vogel Ehrenmitglieder des Linzer Musikvereines. Letzs terem widmet Schubert sein Vokalquartett „Die Nachtigall". 1823 bis 1825 ist Schubert (teils mit Vogel) zu Besuch bei Spauns und Hartmann, wo eifrig musiziert wird; Entstehung der Lieder aus Scotts „Fräulein vom See". Gedenktafel Schuberts befindet sich am Hause Landstraße 15. A^on Bruckner, der 1856 bis 1868 Doms und StadtpfarrsOrganist war, ist bekannt, daß 1864 im Alten Dom die Uraufführung der DsMolLMesse stattfand und während dieser Jahre in derselben Kirche eine Anzahl von kirchlichen Kleinwerken zur Aufführung gelangte. Im Redoutensaal (neben dem Landestheater) fand die Erstaufführung der „Ersten" (CsMoll s Symphonie) statt. Bruckners Tafeln befinden sich am Alten Dom und am Hause Pfarrgasse 11, wo er als Präparand wohnte. 17

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