Mittwoch den 22.Juli1936, 11 Uhr, Steyr, Festhalle. Franz Schubert: Ouvertüre zu „Rosamunde". Das dritte Bühnenwerk des Jahres 1823 war eine Musik zu dem romantischen Schauspiel „Rosamunde", von FI. v. Chezy. „Ueber dieses Nichts schüttete Schubert die goldene Fülle seiner Musik." Es offenbart sich darin der Ge? nius des Wiener Meisters. Die lustige, anmutige Romantik fesselt neben der melodischen Er^ findung auch heute noch das Ohr des Hörers. Franz Schubert: IIL Symphonie D^Dur. Diese Schubert^Symphonie ist lyrisch schwär« merisch, dabei trotz der einfachsten Mittel durch den Instrumentalklang berückend. Sie weist schon echt Schubert'sche Zuge auf ... Franz Schubert: Lieder. a) Der Wanderer an den Mond. b) Der Doppelgänger. c) Am Meer. d) Der Wanderer. e) Ständchen. Kammersänger Hans D u h a n. Am Flügel: Pro« fessor Heinz Scholz. Bruckners „V i e r t e", die „Romantische", ist die populärste unter ihren Schwestern. Man könnte sie auch als die „Wald"«Symphonie be« zeichnen: Wie uns der Wald empfängt, was er uns erzählt, seine Erhabenheit und Majestät, das in Kringeln durchleuchtende Sonnenspiel, das heitere Treiben seiner Bewohner, das Halali der Jagd, eine „Tanzweise während der Mahlzeit zur Jagd" (Autographbemerkung), Dämmerung und Abend über dem Wald, rnit seligem Rückerinnern an Geschautes und Er« lebtes. Damit ist der Inhalt dieses Werkes bildlich veranschaulicht. Lebenstrotzend, natur« und volksverbunden, ist die „Vierte" so recht aus dem Herzen kommende und zum Herzen strömende österreichische Heimat« musik. Franz Gräflinger. 14
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