und Satyre treibens in tollem Uebermut. Sie necken und haschen sich, kichern und lachen, lärmen in diabolischer Ausgelassenheit. Das Trio führt uns tiefer in den Wald. Najaden und Sirenen spielen im Mondschein: Brucks ner, der Böcklin der Musik. Dienstag den 21. Juli 1936, 20 Uhr, Linz, Fesfhalle. Anton Bruckner: Ouvertüre GsMoll. Diese stammt aus der Zeit, da Bruckner bei Kitzler in Linz Musikstudium betrieb. Zu Be* ginn taucht ein klagendes Thema auf. Seufs zende Figuren erklingen. Ein froher Gesang der ersten Geigen wird vom Orchester weiters gesponnen. In Zwischensätzen wechseln Bläser und Streicher. Ein wuchtiges ff. Die Mollstimmung lichtet sich nach Dur. Der Wiederholungsteil bringt chromatische Aufs stiege, Wechsel der Harmonien. Glanzvolle Blechklänge leuchten aus dem Ausklang des Werkes. Anton Bruckner: VIII. Symphonie. In diesem Großwerke ist der Symphonies Apostel halb deutscher Michel, halb Mystiker. Sie ist die bedeutendste Symphonie nach Beets hoven. Das Subjektive dieser Tonsprache ist: Ursprünglichkeit, Erfindungsgröße, Empfins dungstiefe in eigener formaler Struktur. In der psychologischen Entwicklung der Ecksätze seiner Symphonien ging Bruckner über Beets hoven hinaus, er hat die FormsFormel erweis tert. Der Riesenbau der Ecksätze ist etwas völlig Neues. Er fügt der Haupts und Ges sangsgruppe als neues Glied eine Schlußs gruppe an. Das Einale, als Zusammenfassung des in den vorhergegangenen Sätzen Ents 12
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