täte". Feierlich beginnt der Psalm mit mehr^ mals wiederholten Halleluj a=Rufen. Inbrüm stig singt der Alt „Lohet den Herrn", in das die anderen Singstimmen preisend einfallen. In mächtiger Steigerung und satten Orchesters färben schwillt der Jubel. „Lohet ihn in seiner großen Herrlichkeit" wird zu begeistertem Frohlocken gesteigert. Von zartem Reiz ist das eingeflochtene Violim und Sopransolo, wos zu der Chor im Piano psalmodiert. Voll Im brunst und Ehrfurcht beten die Singstimmen, bis die feierlichsmächtige Fuge ,,Alles was Odem hat, lohe den Herrn!" anhebt. In ab? und aufsteigenden Oktavgängen wuchtet Chor und Orchester. Die grandiose Fuge ist eine Musterarheit Bruckners. Anton Bruckner: VII. Symphonie. Der durchschlagende Erfolg der Erstauffühs rung der VII. Symphonie im Leipziger Stadts theater 1884 unter Nikisch war mitentscheis dend für das Bekanntwerden Bruckners in Deutschland und im Ausland. Das Räderwerk der Zeit Verwandelte, wie bei so vielen, auch bei Bruckner die Dornenkrone, die das Haupt des Lebenden drückte, in das unverwelkliche Immergün. Heldenhaft ersteht das Haupte thema des ersten Satzes, vom Cello und Horn angestimmt, auf harmonischer Grundlage der tremolierenden Geigen in der Folge mit Bratsche und Klarinette vereint, von den Vio^ linen und Holzbläsern ausdrucksvoll weiter geführt. Die siegesbewußte Stimmung wird nur ab und zu von einer Melodie voll erhaben ner Trauer getrübt. Diese bildet die Ueher^ leitung zur zweiten Themengruppe, charakte^ ristisch durch ihre aufsteigende Melodik und den Doppelschlag. Nach wechselvollen thema? tischen Gestaltungen und Modulationen führt ein Orgelpunkt zur dritten Themengruppe, leicht erkenntlich an dem straffen, gleich? mäßig dahinstampfenden Rhythmus. Mit all der ihm eigenen kontrapunktlichen Meister? Schaft führt Bruckner den Satz bis zur Ccda weiter, worin der Held als Imperator seinen 10
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