Wortspiel in Nachahmungen zu beginnen, ist ein Kabinettstück Mozartischen Humors. Der Satz wirkt auf das Ohr wie ein WattamBild^ eben auf das Auge. Durch unerwartete Ak« zente, dynamische Gegensätze packt der tem= peramentvolle Schlußsatz (Presto). Sonntag den 19. Juli 1936,10 Uhr, St. Florian, Stiftskirche. Aus der St. Florianer Stiftskirche wird Sonn« tag beim Einzug Bruckners Präludium und Fuge in C^Moll gespielt. Dann folgt des Meisters EsMolDMesse. Es ist ein Sonderwerk, trägt den Stempel der Genialität. Der kunstvolle achtstimmige Chor« Satz ist reich an Stimmungsausdruck. Motivisch hat die Arbeit vieles gemeinsam mit den alten Niederländern. Sie trägt liturgischen Charak^ ter. Die einzelnen Teile sind kurz gehalten, geschlossen durchgearbeitet. Ungemein blem dend wirken die dynamischen Kontraste. 15 Uhr Festakt. Beim Festakt im Marmorsaal kommt Schubert mit seiner V. Symphonie in B5Dur zu Wort. 1816 geschrieben — gewiß für ein Dilettantem theater bestimmt, ohne Trompeten und Pau= ken —, ein echter, lebensfroher Schubert von lieblicher Unbekürnmertheit, singfroher Selige keit. Besonders im Trio des Menuetts und Schlußsatz von wienerischer Vorstadtfreudig? keit . . . Nach der Ansprache des Propstes Seiner GnadenDr. V. Hartl, ist das Andante aus Bruckners F?MolUSym? p h o n i e zu hören. Dieser Satz aus dem Frühwerk weist wohl verhältnismäßig wenig typisch? Brucknersche Züge auf. Er hat dreiteilige Form. Einflüsse von Spohr und Beethoven lassen sich aufzeigen, auch bei späterem Bruckner nachweisbare Wendungen. (Orel weist auch auf Einflüsse Wagners hin.) Nach? 8
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2