105. Jahresbericht des Bundes-Realgymnasiums Steyr

Projekt „Dritte Welt" 1. D-Klasse Die Probleme der „Dritten Weit" sind setir komplex. Sie sind nur dann zu lösen, wenn ouchi die Industriestaaten itiren Beitrag leisten. Um einen nützlichen Beitrag lei sten zu können, muß man zuerst etwas über die Proble me wissen. Daher ist die Bewußtseinsbildung der jun gen Menschen bei uns sehr wichtig, denn sie müssen in der Zukunft in einer sinnvollen Weise helfen. Es ist wichtig, daß diejungen Menschen andere Kuiturkreise und deren Probleme kennenlernen. Um diese Proble me zu lösen, muß man wertfrei, aufgeschlossen und tolerant den Mitmenschen gegenüber treten. Diese Haitungzu vermittein, wurde in diesem Projekt versucht. Die Motivation bei den Schülern der t D war sehr hoch. Angeregt durch die Diskussion der Probleme in der Öffentlichkeit, war das Interesse, etwas über fremde Lebensweisen und Lebensräume zu erfahren, sehr hoch. Mit Begeisterung wurdedasThema aufgegriffen und mit großem Fleiß wurde an einer Dokumentation gearbeitet. in diesem Projekt wurde fächerübergreifend vorge gangen. Das heißt. Wissen, Fähigkeiten und Fertigkei ten aus den Fächern Englisch, Geographie und Reli gion fanden Anwendung. Ausgangspunkt für die Entwicklung des Projekts „Dritte Weit" war der Lehrpian. Dieser enthält für diel Klasse in der lebenden Fremd sprache „Englisch" folgende Zieivorsteiiungen; — Der Schüler soll durch den Erwerb einer Fremdspra che . . . eine aufgeschlossene Haltung gegenüber Menschen anderer Sprachgemeinschaften und deren Lebensweisen entwickein. — Er soll erworbene Fähigkeiten und Fertigkeiten selb ständig anwenden und weiterentwickein. — Der Schüler soll imstande sein, auf bestimmte Situa tionen sprachlich zu reagieren. Weiche Fähigkeiten und Fertigkeiten, die im Engiischunterricht erwerben wurden, fanden im Projekt Ver wendung? Erstens war es die Fähigkeit, Menschen zu beschreiben und über den unmittelbaren Eriebnisbereich von Personen zu berichten, in diesem Rahmen steht die Beschreibung von Mcmc (ein elfjähriger Jun ge aus Mail). Es wurde neben seiner Person auch seine Familie, sein Tagesablauf und seine Ernährung an hand von Berichten und Dialogen beschrieben. Mcmc gegenübergestellt war immer die Lebensweise eines elfjährigen Österreichers. Auch der Lehrpian für Geographie sieht vor, daß die Schüler kennenlernen, wie Menschen in anderen Lebensräumen leben. Weiters seilen die Schüler Ursa chen, Hintergründe und Auswirkungen von Naturkata strophen beschreiben können. So wurde im Gecgraphieunterricht besprechen, daß Dürrekatastrcphen die Menschen im Sahei bedrohen. Dieses Wissen half den Schülern besonders bei der Beschreibung der Umweitbedingungen. Weiters ermöglichte es die räum liche örientierung. in Religion wurden dann vor allem die sozialen Feigen und Auswirkungen von Hunger und Not besprechen. Vertiefend dazu wurde auch die Situation von sozial Schwachen in Österreich behandelt. Dieses Projekt hat sich in vielfältiger Weise als sinnvoll erwiesen. Erstens wurden Wissen, Fähigkeiten und Fer tigkeiten vom engen Lernbereich auf allgemein be deutende Problematiken transferiert und zweitens wur de versucht, den Schülern Lebenshaltungen näherzu bringen. So wurde den Schülern einsichtig, daß Hilfs bereitschaft und Toleranz in der menschlichen Gesell schaft notwendig sind. Prcjektdurchführung; 1 D, Mag. Ludmilla Geibiinger, Mag. Gisela Gutjahr

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