ein altes Grundonnerstag=Lied und ein Marienlied von Professor Dr. Anton Lang. Auch Prof. Dr. Friedrich Doppler hat fallweise mitgewirkt. Die Maturantin Paula Tamperstorfer hat sich als Orga¬ nistin ob ihres Könnens und ihres großen Eifers vorzüglich bewährt. Elfriede Treml, 6. Klasse, und Alfred Edelmayer, 4. Klasse, werden ihre Nachfolger sein. Die Schüler Ludwig Rübenzucker, 4. à Klasse, und Franz Binder, 3. Klasse, haben sich als Noten¬ warte verdient gemacht. Das Schülerorchester legte auch heuer wieder großes Interesse an den Tag, was der sehr gute Probenbesuch deutlich erwies. Unter den Uebungsstücken befanden sich auch Symphonien. Die Herren Emil Rettensteiner und Hans Sindelar, ehemalige Schuler der Anstalt, Herr Kaufmann Franz Mayerhofer und Herr Vize¬ leutnant Kückrecht wie Herr Josef Wernol haben über Ein¬ ladung des Orchesterleiters bereitwilligst mitgewirkt. Am 24. Jänner 1937 hat das Schulerorchester den musikalischen Teil der Schulmesse bestritten und eine große Weihnachts=Fantasie mit bester Wirkung zum Vortrag gebracht. Auch bei dem Dankgottes¬ dienste half das Schulerorchester mir. Der Schüler Oswald Gru߬ mann, 4. a Klasse, der von dem Schüler Franz Binder, 3. Klasse, unterstützt wurde, verdient als Notenwart genannt zu werden. A. Forderung der körperlichen Ausbildung der Schüler. A. Turnen. 1. Turnbefreiungen. Wegen körperlicher Gebrechen waren im 1. Halbjahr 10 Schuler, im 2. Halbjahr 15 Schuler und 3 Schulerinnen vom Turnunterricht gänzlich befreit. 2. Freiluftnachmittage. Auch in der ungünstigen Jahreszeit wurde, sooft es das Wetter einigermaßen erlaubte, im Freien, in dem an den Turnsaal angrenzen¬ den Schulhof, geturnt. Erleichtert wurde dies dadurch, daß der Turnhof im April dant dem Entgegenkommen der Stadtgemeinde Steyr einen frischen Kiesbelag erhielt und die Sprunggrube vergrößert und neu gefüllt wurde. Spiele, volkstümliche und vormilitärische Uebungen großeren Umfangs wurden auch heuer auf dem für die Anstalt vom 5. Min. f. Unt. gemieteten Spielplatz des „Deutschen Turnvereines gepflegt. Gegen Ende des Schuljahres wurden Leistungsprüfungen in volkstümlichen Uebungen als Vorbereitung für die bevorstehende Er¬ werbung des österr. Mittelschüler=Leistungszeichens und eine Anzahl von Wettspielen zwischen einzelnen Klassen durchgeführt. Am 6. Juni fand unter Leitung der aus Wien vom Spielfest¬ ausschuß der Mittelschulen Oesterreichs entsandten Prof. Maria Ebner der volkstümliche Mehrkampf der Mädchen stark, wobei einige sehr gute Leistungen erzielt wurden. Die Anstalt erreichte dabei den 15. Rang unter den 27 teilnehmenden Anstalten.
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