50 2. Zeitschrift „Jung=Oesterreich. Diese vaterländische Zeitschrift wurde von 81 Schulern der Anstalt ständig bezogen. 3. Oesterreichisches Jungvolt. Die Entfaltung der Gruppe des Oe. J. V. an der hiesigen Anstalt war dadurch sehr start gehemmt, daß trotz der Bemühungen der Füh¬ rung kein geeignetes Heimlokal beschafft werden konnte. Als Gruppen¬ führer ist der o. Hufsleyrer Dr. Edwin Bauernfeind und als Jugendführer für die Unterstufe der o. Hilfslehrer Walter Reitmayr bestellt worden. IX. Gesang und Welsik. Wie in den früheren Jahren fand die freiwillige gefängliche und musikalische Ausbildung der Schuler und Schulerinnen ihre Pflege in den von Prof. Dr. Anton Lang geleiteten unverbindlichen Uebungen des Chorgesanges und Kirchenchores sowie in den Orchesterubungen. Am Chorgesang nahmen 20 Schuler und Schülerinnen teil, davon aus der Oberstufe 3; der Kirchenchor zählte 31 Teilnehmer, worunter 4 aus der Oberstufe waren. Da 10 Schuler sowohl den Chor¬ gesang wie den Kirchenchor besuchten, so betrug die Zahl der am frei¬ willigen Gesang teilnehmenden Schuler und Schülerinnen nur 41. Bei den Orchesterubungen wirkten 30 Schuler und Schule¬ rinnen mit. Der Chorgesang pflegte vor allem das deutsche Volkslied, nach Möglichkeit auch das Kunstlied. Der Kirchenchor war bestrebt, den Schulgottesdiensten mit ent¬ prechenden geistlichen Gefangen zu dienen. Er brachte zur Auf¬ führung: 3 deutsche Meßgesänge, Adventlieber, 10 Weihnachtslieder, 9 Gesänge für die Fastenzeit, 5 Österlieber, 8 Marienlieder, 6 Sakra¬ mentsgesange, 3 Trauergesänge, Chore und Lieder verschiedenen kirchlichen Inhaltes, zusammen 55 verschiedene geistliche Gesänge. Besonders zu erwähnen sind wieder die Weihnachtsgesange, meist alte Krippen= und Hirtenlieder. Im Osterfestereis ramen zur Auf¬ führung: Führer Robert, Auferstehungslied mit Orchester: Mascagni, Osterhymne aus der Oper „Cavalleria rusticana, für dreistimmigen Oberchor von Prof. Dr. Anton Lang eingerichtet. Am 25. Oktober (Christ=Königs=Fest) feierte der Kirchenchor das des Bruckner=Gedenken zum 40. Todestag mit der Aufführung „Tantum ergo in D=Dur; die Organistin Paula Tamper¬ storfer der 8. Kl. spielte Teile des Adagio aus der VII. Symphonie. Am 8. November war der Gottesdienst dem Gedenken an die Gefallenen und Verstorbenen der Schule geweiht. Am 9. Mai wurde der Muttertag kirchlich gefeiert; Gruber Josef (8. Kl.) spielte dabei auf der Violine Schuberts „Ave Maria Bei dem Dankgottesdienst kamen zur Aufführung: Teile der Fest¬ messe von Bill; Kremser, Altniederländisches Dankgeber: Mascagni, Intermezzo, und Beethoven, Die Ehre Gottes. Prof. Dr. Karl Loibt hat sich wiederholt zur Mitwirrung am Kirchenchor zur Verfügung gestelt und als Einzelgesänge zum Vor¬ trag gebracht: Kienzl, „Selig sind aus der Oper „Der Evangelimann,
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