hobenen Armen, wobei die Griffelsaule mit dem Staubblatt den Kopf Pflänzchen entspringt zwei dunklen darstellen. Das etwa spannhohe rugeligen Knollen und tragt spitzovale Taubblatter mit einer arm¬ blutigen schmalen Aehre. Auf der Höniglippe ist ein klafarbener quadratischer Fleck. Die außeren Perigonblatter sind klein, grün und teichartig entwickelt. Bei der viel größeren spinnentragenden Ragwurz (Oprys aranifera Herds.) (1. 1) sind alle Perigonblätter grünlich, nur die breitovale Honiglippe ist samtig unreviolettoraun und tragt eine bald H-förmige, valo unregelmäßig förmige, grünliche Zeichnung. Der lateinische Artname leitet sich von Arachne = Spinne ab. Bei der hummeltragenden Ragwurz oder dem Kerfstendel (Ophrys arachnites L.) sind die außeren Perigonblätter blaßrosa mit grünlicher Mittelaber, die große dice Honiglippe ist faltig, rottschbraun bis violett mit grün¬ lichen Buckeln und einer balo X, balo 1-förmigen Zeichnung. Bein¬ uhlerartig wirken die schmalen, schief aufwarts gerichteten, oder inneren, rötlichen Perigonblatter. Die Einzelbluten der genannten drei Kerfstendel sind auf Tafel 1 in der obigen Reihenfolge dargestellt. Von den übrigen Orchiveen Oberösterreichs erlaubt der targe Raum nur noch eine einfache Nennung der Arten. Die Bestimmung ist oft äußerst schwierig, weil die Orchween, wie kaum eine andere Pflanzenfamilie, Kreuzungen nicht nur nahverwandter Arten, sondern ogar verschiedener Gattungen bilden und außerdem noch sehr zu Lokal¬ variationen neigen. Gemeines Knabentraut (Orchis moris L.), Stintendes K. (Orchis coriophora L.), Kugelahriges K. (O. globosa L.), Buntes K. (O. tridentata Scop.), Brandblättriges K. (O. ustulata L.), Purpur=K. (O. purpurea Huus.), Heim. (O. militaris L.), Stattliches K. (O. mascula L.), Bleiches K. (O. pallens L.), Tockerblutiges K. (O. laxiora Lam.), Geflecktes K. (O. maculata L.), Breitblättriges K. (latifolia L.), Fleischfärbiges K. (O. incarnata L.), Hundswurz (Anacamptis pyramidalis (E. Rich.). Einnollige Herminie (Hermin¬ ium monorchis L.). Ferner das gemeine, das weißliche und das wohlriechende Friggagras (Gymnadenia conopea L., albida und odoratissima L.), die zweiblättrige und die Bergstendelwurz (Pla¬ tanthera bifolia und montana Kch.), der rote, der bleiche und der chmalblättrige Kopfstendel (Waldvoger“) (Cephalanthera rubra Rehb., alba Rich., longifolia Fritsch.), der gemeine, der klein= und breitblättrige und der braunrote Sumpfstendel (Epipactis palustris Cr., microphylla Sw., latfolia All. und rubiginosa Gaud.), der blattlose Widerbast (Epipogon aphyllus. Sw.), der violette Dingel (Centrosis abortiva Sw.), die Sommer= und die Herbstorehahre (Spirantes aestivalis Rich. und spiralis C. Koch.), das eiblättrige und das rundblättrige Zweiblatt (Listera orata R. Br. und cordata R. Br.), ote Nestwurz (Neottia nidus avis Rich.), der Drehling (goodyera repens R. Br.), Zwiebelstendel (Stürmia loesem Rehb.), der Kleingriffel (Microstylis monophyla Lindl.), die Korauwurz (Coralliorniza innata R. Br.) Mit den Orchideen nehmen wir Abschied von der Klasse der Spitz¬ keimer (Monocotyledones) und wenden uns der viel größeren, den
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