100 S beitrug. Das Heim selbst wurde ausnahmsweise der M. K. Steyr zur Durchführung einer Ferienaktion mit Schülern und Schülerinnen unserer Schule kostenlos zur Verfügung gesteur unter der Bedingung, daß die M. K. die vorerwähnten 20 Schuler an ihrer Aktion teilnehmen ließ. Die erste Abteilung bestand aus 32 Schülern unter Leitung des Herrn cand. med. Hafenberger und war vom 10. Juli bis 6. August in Vorderstoder. Vom 8. August bis 4. September bevolterten 30 Schule¬ rinnen das Heim, die von den Lehrerinnen Kempinger und Schuh beaufsichtigt wurden. Zur teilweisen Deckung der erwachsenen Kosten wurde zu Ende des Schuljahres 1934/35 eine Spendensammlung durchgeführt, die dant des sozialen Verständnisses der wohlhabenderen Bevölkerung von Steyr 556 S erbrachte. Schließlich druckte Prof. Hans Pichler allen Forderern des Heimes den herzlichsten Dank des Lehrkörpers und aller jener Schüler und Schülerinnen aus, die im gemütlichen Heim Erholung und Freude gefunden haben. Um für den Sommer 1936 die Mittel zur Durchführung der Ferienaktion in eigener Regie aufzubringen, beantragte Studienrat Prof. Anton Neumann die Abhaltung einer Weihnachts=Akademie sowie eines Spiel= und Turnfestes. Der Antrag wurde angenommen und die beiden Veranstaltungen kamen zur Durchführung. Das Rein¬ erträgnis betrug bei dem ersten Fest 501.79 S, bei dem zweiten 355.96 S. Wesentlich beigetragen zu diesen schonen Ergebnissen hat die selbstlose Zusammenarbeit des gesamten Lehrkörpers, aus dem besonders Pro¬ fessor Dr. Anton Lang als Leiter der musikalischen Darbietungen der Weihnachts=Akademie, Studienrat Prof. Anton Neumann als Leiter der technischen Arbeiten bei beiden Festen und Prof. Hans Pichler als Organisator des Spiel= und Turnfestes hervorgehoben seien. Die alljährlichen Stikurse bevölkerten das Heim im Februar durch drei Wochen hindurch. Ende Mai 1936 wurden die Räume frisch geruncht und für den Sommer instand gesetzt. Auch in der nächsten Umgebung des Hauses wurden durch den Besitzer verschiedene vorteilhafte Veränderungen vor¬ genommen. KI. Unterstühungswesen. A. Für die Schuler der Anstalt. 1. Frühstücksmilch. Durch 22 Schulwochen während der kalten Jahreszeit erhielten tag¬ lich durchschnittlich 90 Schüler je einen Viertelliter warme Milch und zum Teil ein Stuck Gebäck gegen einen wochentlichen Kostenbeitrag von 50 g, der für Kinder arbeitsloser oder sonst sehr bedürftiger Eltern infolge des Entgegenkommens des Herrn Stadtschulinspektors Regie¬ rungsrat Karl Hackt, dem hiefür herzlichst gedankt sei, auf 10 g her¬ untergesetzt werden konnte. Ausgegeben wurden im ganzen 2825¼ Liter Milch, wofür 651.25 S eingehoben wurden. 2. Mittagstisch. Im Einvernehmen mit der Vaterländischen Front, Gauleitung Stadt Steyr, konnte wieder einigen Schülern ein kostenloser Mittags¬ tisch vermittelt werden.
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2