56. Jahresbericht des Bundesrealgymnasiums Steyr 1931/32

anerkannter historischer Fachmann war, in mannigfache Beziehung getreten. Während der schweren Kriegszeit hielt Hofrat Dr. Johann Zochbauer, dessen Anstalt sich damals in Gleint befand, treu nachbar¬ liche Kameradschaft, indem er mit großer Bereitwilligkeit unserer Anstalt, die infolge vieler Einberufungen empfindlich an Leyrermangel litt, trotz der eigenen schwierigen Tage durch die Beistellung von eigenen Professoren half. Wiederholt hatte Hofrat Dr. Zochbauer auch den Vorsitz bei den Reifeprüfungen an unserer Anstalt zu führen, zum letztenmal im Sommer¬ termin 1930. Es war auch das letztemal überhaupt, daß er dieses Amt uhrte, denn bald darauf ertrankte er schwer. Hofrat Dr. Zochbauer hatte sich auch an unserer Anstalt die aufrichtigsten Sympathien als Helfer und als gerechter wie wohlwollender Vorgesetzter errungen. Sein Andenten wird daher an der Steyrer Mittelschule stets in dankbarster Erinnerung bleiben. An der am 8. Oktober 1931 in Linz=Urfahr stattgefundenen Leichenfeier war die Anstalt durch den Direktor A. Rimmer vertreten. Am 10. Oktober 1931 führte der Anstaltsdirektor den Vorsitz bei den Herbstreiferufungen am Bundesgymnasium in Ried. 1. J. Mittwoch, den 14. Ottober, war halbtägiger Wandertag. Am 16. Oktober inspizierte der Fachinspektor für Turnen, Hofrat Robert Kirschauer, den Turnunterricht in mehreren Knaben= und Mädchentlassen. Die Konferenz für die Zuertennung von Schulgeldermäßigungen im 1. Semester wurde für die 2.—8. Klasse am 26. Oktober, für die 1. Klasse am 9. November abgehalten. Donnerstag, den 5. und Freitag, den 6. November 1931, fanden die Vollversammlungen der Elternvereinigungen aller 14 Klassen zwecks Wahl der Elternvertreter in jeder einzelnen Klasse sowie zwecks Erstattung des Tätigkeitsberichtes über das vergangene Schuljahr statt. Anläßlich des Nationalfeiertages wurden am Mittwoch, den 11. No¬ vember 1931, in allen Klassen von den Klassenvorstanden an die Schuler und Schulerinnen den Altersstufen entsprechende, die Bedeutung des Nationalfeiertages wurdigende Ansprachen gehalten. Am Donnerstag, den 12. November, dem eigentlichen Nationalfeiertage, war schulfrei. Mit dem Erlasse vom 13. November 1931, Zl. 3000/1, wurde vom o.=ö. Landesschulrate dem Turnlehrer der Anstalt, Professor Hans Pich¬ ler für die langjährige, vorbildliche Leitung des Turnunterrichtes der beste Dank und die volle Anerkennung ausgesprochen. Mit demselben Erlasse wurde auch die Führung des Zeichenunter¬ richtes durch Professor Viktor Losert auf Grund der Fachinspektionen mit ganz besonderer Befriedigung anerkannt. Die Zensurkonferenz über die erste Hälfte des ersten Semesters fand am 30. November 1931 statt. Am 5. Dezember beteiligte sich der Direktor in Vertretung der Anstalt an dem in Linz stattgefundenen Leichenbegängnisse des am 3. Dezember plötzlich verschiedenen Studienrates Dr. Konrad Glaser, Direktors der Linzer Bundeshandelsakademie. Die Weihnachtsferien begannen am Donnerstag, den 24. Dezember 1931, und dauerten nach dem Ministerialerlasse vom 19. November 1931, Zl. 35.536 11 bis einschließlich Mittwoch, den 6. Jänner 1932.

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