Steyr des D. u. Oe. Alpenvereines sei für die Ueberlassung der Stihutte herzlichst gedankt. Die Vorführungen von Urania=Filmen über Winter¬ port, Wandern und Bergsteigen waren stets von vielen Schülern und Schülerinnen besucht. Wandertage: Die bisher vorgeschriebenen 5 Wandertage wur¬ den mit Erlaß des Unterrichtsministeriums vom 7. Nov. 1931, Zl. 34.101 auf 3 herabgesetzt. Die Anstalt führte den ersten am 14. Oktober durch. Der zweite führte am 7. Mai die ganze Anstalt in das Chorherren¬ stift St. Florian zum Grabe des großen Symphonikers Anton Bruckner, worüber an anderer Stelle berichtet wird. Am 8. Juni fand der 3. Wander¬ tag statt, welcher leider durch trubes Wetter beeinträchtigt wurde. Auf das Wandern Bezug habende Vortrage verzeichnen wir zwei. Am 17. Dezem¬ ber 1931 hielt der Schuler der 8. Klasse Friedl Riebler einen Lichtbilder¬ vortrag: „Zu Fuß durch Danemark und Schweden und Hans Steiner, 1 ebenfalls Schüler der 3. Klasse, sprach über eine „Hochseefischfahrt: Beide schilderten ihre Eindrucke bei einer gemeinsam unternommenen Wander¬ fahrt durch Danemark und Schweden, bei welcher sie auch Gelegenheit hat¬ ten, an einer Hochseefischfahrt teilzunehmen. Die Zuhörer dankten mit vielem Beifall, woraus ihre jugendliche Begeisterung, aber auch ihre Sehn¬ sucht nach ähnlichen Erlebnissen zu erkennen war. Gesundheitslehre: In den untersten Klassen wurde wieder¬ holt auf die Notwendigkeit der Reinhaltung des Körpers hingewiesen. Belehrungen über Atmung und Ernährung wurden häufig erteilt und gelegentlich Bade= und Wanderregeln gegeben und besprochen. In der Zeit vom 30. April bis 9. Mai veranstaltete die „Arbeitsgemeinschaft der Alkoholgegner Steyrs“ eine Kampfwoche gegen den Altohol, in welcher eine sehr lehrreiche Ausstellung und einige Filme gezeigt, sowie eine Reihe von Vorträgen gehalten wurden. Die Ausstellung wurde von Prof. Doktor H. Seidl und den beiden Turnlehrtraften mit allen Klassen besucht und dabei wurden an der Hand des reichen Bilder= und Tabellenmaterials allen Besuchern Vortrage über die Wirkungen dieses Rauschgiftes gehalten. Ein Welser Gymnasiast hielt im Zeichensaale unserer Anstalt einen Vortrag: „Mäßiger oder enthaltsamer Mittelschüler, der von vielen Schülern und Schulerinnen besucht war. Fechtunterricht: Auch in diesem Schuljahre wurde vom „Ersten Linzer Fechtklub, dem der Fechtunterricht an den o.=o. Mittel¬ schulen vom Unterrichtsministerium übertragen ist, wieder ein Unterrichts¬ kurs durchgeführt, der vom diplom. Fechtmeister Herrn Bundesbahn¬ inspektor d. R. Georg Lahner aus Linz erteilt wurde und vom Ottober bis Mitte Juni dauerte. Tätigkeit des Schularztes. Der mit dem Erlasse des Bundesministeriums für Unterricht vom 10. Februar 1923, Zl. 21.178/11 (bezw. des o.ö. L. S. R. vom 23. März 1923, Zl. 665/1) bestellte Schularzt Dr. Ludwig Levisch führte die ärztliche Ueberwachung des Gesundheitszustandes durch. Er hielt wochentlich eine Sprechstunde ab, in welcher die besonderen ärztlichen Weisungen erteilt wurden. Die neueingetretenen Schuler und Schülerinnen aller Klassen wurden nach ihrer Körperbeschaffenheit und ihrem Ernährungszustande gründlichst
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