53 3. Warme Bäder. Herr Franz Bayer, Badeanstaltsbesitzer in der Schönau (Bergerweg 3), gewährte den Schülern der Anstalt die Begünstigung, ein Wannenbad (mit Handtuch und Seife) um den ermäßigten Preis von 20 kr. nehmen zu dürfen. Armen Schülern werden von der Schülerlade Badekarten unentgeltlich verabfolgt. 4. Schwimmbäder. Die löbliche Osterreichische Waffenfabriks¬ Gesellschaft gewährte 68 mittellosen Realschülern Freikarten für die Sommersaison 1894 zur Benützung der Schwimm- und Badeanstalt in Josefsthal. Diese Freikarten wurden sehr fleißig benützt. Auch andere Schüler besuchten oft sowohl diese Anstalt als auch die Bäder in der Umgebung Steyrs. 5. Ausflüge, a) Am 23. Juni unternahm Professor Erb mit den Schülern der VI. Classe eine botanische Excursion auf den Damberg und über den Dambergrücken nach Sand; am 30. Juni mit der I. Classe einen entomologischen Ausflug über Professor die „Schöne Aussicht nach Wolfern und zurück über Judendorf. — Lavogler machte mit den Schüler der II. Classe drei botanische Excursionen in der Dauer von je 3 Stunden: hiebei wurden am 2. Juni längs der Eisenstraße und am unteren Theile des Damberges die Bäume und Sträucher gezeigt, am 9. Juni auf dem Wege von der Damberggasse übers „Rothe Kreuz“ und St. Ulrich die Wiesenflora studiert und am 30. Juni die Auen des Steyrthales besucht. b) Im Frühjahre wurden an den freien Samstagnachmittagen classenweise mehrstündige Turngänge unter der Führung des Professors und Turnlehrers M. Watzger unternommen, u. zw.: einer mit der I. Classe über Steinwand nach Behamberg und zurück über die Griemühle ; einer mit der III. Classe (an dem auch einige Schüler der IV. Classe theilnahmen) über Garsten nach Sand und Dambach und zurück über St. Ulrich; zwei mit der IV. Classe, von denen der erste über Judendorf nach Wolfern und zurück über Gleink führte, während das Ziel des zweiten Aschach war (Hinweg über Sass, Rückweg am rechten Ufer der Steyr); endlich einer mit der V. und VI. Classe über den Damberg nach Dambach und heimwärts über St. Ulrich. An dem Ausflug der ersten Classe nahm auch Professor Schmidt, an dem der V. und VI. Classe die Wanderungen in freier Ordnung und im Professoren Babsch und Langer theil. Taktgang mit und ohne Gesang wechselten bei diesen Turngängen ab, mitunter wurde Gelegenheiten zu Sprung- und Schwebe¬ auch ein kleiner Dauerlauf eingeschaltet; übungen wurden nicht unbenützt gelassen. Beobachtungen von Naturobjecten und Erscheinungen, von Baulichkeiten und Vorrichtungen am Wege, ab und zu eine heimatkundliche Bemerkung gaben Stoff zum Gespräch ; auch manch heiteres Geschichtchen, dann Räthsel, Vorträge ernsten und heiteren Inhalts, sowie Turnspiele verkürzten die Zeit der Wanderung und der Rasten. Die Betheiligung an den Ausflügen betrug durchschnittlich 65 % der Classenangehörigen. c) Der übliche Maiausflug wurde am 22. Mai veranstaltet. Aus der ersten Classe betheiligten sich daran unter Begleitung der Professoren König und Schmidt 35 Schüler. Um 1 Uhr wurde, obwohl es gerade zu regnen begann, aufgebrochen, und nach zwei Unterbrechungen — einer kurzen beim Gasthause des Schober und einer längeren auf dem Damberge, während welcher die Schüler partienweise die Aussichtswarte bestiegen — erfolgte die Ankunft in Sand nach 4½ Stunden. Der Regen, der namentlich beim Abstieg nach Dambach nachgelassen hatte, brach in Sand aufs neue los, so dass ein Verweilen im Freien unmöglich war. Die Schüler belustigten sich dort durch Declamationen und das Absingen einiger Lieder. Nach 11 Stunde wurde wieder aufgebrochen und, da es in der Nähe der Haltestelle Sand besonders stark zu regnen Von den Schülern der zweiten begann, mit der Bahn in die Stadt zurückgefahren. — der Schoberstein gewählt, und Classe wurde als Ziel des Ausfluges fast einstimmig wegen zu Hause bleiben musste, es nahmen alle bis auf einen, der eines Fußleidens an dem Ausflüge unter Führung des Professors Lavogler theil. Um 7 Uhr 45 Minuten Obwohl das Wetter trübe und der erfolgte die Abfahrt mit Bahn nach Trattenbach.
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