Schulnachrichten. Veränderungen im Stande und in den Dienstverhältnissen des Lehrkörpers seit Juli 1893. Durch die Eröffnung der VII. Classe mit Beginn des Schuljahres 1893/94 wurde die Anstalt zu einer vollständigen Ober-Realschule erweitert und aus diesem Anlasse der Lehrkörper um zwei Lehrkräfte vermehrt: mit dem hohen Erlasse vom 7. Juli 1893, Z. 11.325 (L.-Sch.-R. 22. Juli 1893, Z. 2147) ernannte der Herr Minister für Cultus und Unterricht den wirklichen Lehrer an der städtischen höheren Handelsschule in Aussig a. d. Elbe, Martin Watzger, zum wirklichen Lehrer an der Staats-Realschule in Steyr ; die zweite Lehrstelle verlieh der Herr Minister mit dem hohen Erlasse vom 7. Juli 1893, Z. 10.279 (L.-Sch.-R. 24. Juli 1893, Z. 2148) dem Professor an der Staats-Realschule in Görz, Franz Babsch. Von der Anstalt schied nach zweijähriger ersprießlichster Wirksamkeit der zum wirklichen Lehrer an der Staats-Realschule im XV. Gemeindebezirke Wiens ernannte Realschullehrer Johann Rippel; auf Grund des Erlasses des Herrn Ministers für Cultus und Unterricht vom 7. Juli 1893, Z. 11.041 (L.-Sch.-R. 15. Juli 1893, Z. 2146) wurde er mit 31. August 1893 seines bisherigen Dienstes enthoben. Die so erledigte Lehrstelle verlieh der Herr Minister mit dem hohen Erlasse vom 26. August 1893, Z. 19.478 (L.-Sch.-R. 2. September 1893, Z. 2717) dem wirklichen Lehrer an der Staats-Realschule in Olmütz, Leopold Erb. Die neuen Lehrkräfte traten ihren Dienst an dieser Anstalt Mitte September 1893 an. Weil der neuernannte Realschullehrer Martin Watzger den Unterricht in der Kalligraphie übernahm, trat der im Schuljahre 1892/93 als Nebenlehrer mit der Ertheilung dieses Unterrichtes betraute Unterlehrer an der Knaben-Volksschule in der Wehrgrabengasse, Theodor Ehrlich, aus dem Verbande der Realschule. Professor Anton Rolleder, mit dem hohen Ministerial-Erlasse vom 10. August 1892, Z. 15.284, zum Bezirks-Schulinspector in den Schulbezirken Steyr Stadt und Land für die dreijährige Functionsperiode 1892/93 bis 1894/95 ernannt, ist für die Dauer seiner Verwendung bei der Bezirks-Schulaufsicht der Lehr¬ verpflichtung enthoben (L.-Sch.-R. 5. September 1892, Z. 2681) und wurde auf seinem Posten auch in diesem Schuljahre durch den provisorischen Realschullehrer Gustav Hiebel vertreten. Mit Rücksicht auf die Eröffnung der VII. Classe im Schuljahre 1893/94 hat der Herr Minister für Cultus und Unterricht mit hohem Erlasse vom 11. September 1893, Z. 20.300 (L.-Sch.-R. 23. September 1893, Z. 2853) dem Religionslehrer der Anstalt, Professor Dr. Josef Schuhbauer, die Rechte und Bezüge eines wirklichen Real¬ schullehrers vom 1. October 1893 ab zuzuerkennen befunden. Mit dem hohen Erlasse vom 9. Jänner 1894, Z. 214 (L.-Sch.-R. 17. Jänner 1894, Z. 131) bewilligte der Herr Minister für Cultus und Unterricht dem Professor Leopold Frank den von ihm eines Augenleidens wegen erbetenen Urlaub auf die Dauer von drei Monaten und genehmigte behufs seiner Vertretung im Lehramte die Bestellung eines Supplenten. Als solchen gewann die Direction den Techniker Karl Langer,
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