50 Jahre Freiwillige städtische Feuerwehr der l. f. Stadt Steyr 1864-1914

derselbe als langjähriger Obmann des Vergnügungskomitees erworben hat, zum Ehrenobmanne ernannt. Beim 40jährigen Gründungsfeste der freiwilligen Feuerwehr in Sierning war unsere Wehr sowie die freiwillige Feuerwehr der Waffenfabrik zahlreich vertreten. Anläßlich einer Bootstaufe des Rudervereines „Germanen“ in Steyr wurde eitens der freiwilligen Waffenfabriks-Feuerwehr das neu erworbene, große, unsinkbare Rettungsboot auf der Enns vorgeführt und demon¬ striert. Der Herr Oberkommandant Franz Vogt, sowie einige Herren des Ausschusses, Vertreter der Garnisonen und des Gemeinderates, sowie Abordnungen verschiedener Vereine hatten sich zu dieser Fest¬ lichkeit eingefunden, Am 27. Oktober, 3 Uhr nachmittags, rückte über Ersuchen der Firma Reithoffers Söhne die große Dampflpritze 1 zu den Fabriksanlagen ab. Die Firma erbaute am Fuße der Enns ein neues Pumpwerk, welches das Wasser zu den Fabriksreservoiren liefert. Die Pumpe liefert per Minute 4200 Liter, außerdem wurden 5 Überflurhydranten errichtet, zwei davon befinden sich außerhalb, 3 davon innerhalb der Fabriksanlagen; jeder einzelne Hydrant ist gerichtet zum direkten Anschrauben der Saugrohre beider Dampf¬ maschinen und für eine Abprotzspritze. Es wurde bei sämtlichen Hydranten angekuppelt, die Maschinen in Betrieb gesetzt, jeder ein¬ zeine Hydrant funktionierte tadellos und könnten mit dem Quantum Wasser, das von der Pumpe zugeführt wurde, leicht fünf Dampf¬ spritzen versorgt werden. Bei dieser Übung waren anwesend Herr Kommandant Vogt, die Herren Brandmeister, Herr Kassier Hofer. Die Führung der Dampfspritze besorgte Herr Löschmeister Wolfartsberger. Die Herren Chefs des Etablissements drückten lich sehr befriedigt aus. Der Sanitätsabteilung vom roten Kreuz kamen in dielem Jahre neuerliche materielle Unterstützungen zu, die wohl auch als ein Beweis für die anerkennende Würdigung der Tätigkeit unserer Samariter¬ vereinigung gelten können. Mit befonderem Danke sei hier des kailerlichen Rates Herrn Fabriksdirektors Josef Reithoffer gedacht, welcher in munifizenter Weise die Ausrüftung der Sanitätsabteilung durch die wertvolle Zuwendung von Gummireifen samt Rädern und Bremsvorrichtung für den Rettungswagen des Stadtgebietes ergänzte und dadurch für Krankenüberführungen ein Transportmittel geboten hatte, das den weiteftgehenden Anforderungen entspricht. In ganz außerordentlicher Weise brachte uns Realitätenbelitzer Herr Leopold Werndl seine ehrende Sympathie für die Sanitätsabteilung durch die Spende von 1000 Kronen anläßlich des Hinscheidens seines unver¬ geßlichen Freundes Herrn Hans Millner jun, zum Ausdrucke. Weitere 44

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