72 Ueber Erlaß der k. k. o.-. Statthalterei vom 18. März 1. J., Z. 3801/11, werden die Gemeinde Vor¬ stehungen und hochw. Pfarramter eingeladen, nach dem Erben des Verschollenen geeignete Nachforschungen anzu¬ stellen und über ein positives Resultat anher Mitteilung zu machen. Steyr, 26. April 1911. Z. 9525. An alle Gemeinde=Vorstehungen. Frachten ermäßigung für Kartoffel=Transporte in Not¬ standsfällen. Das k. k. Eisenbahn=Ministerium hat sich mit Erlaß vom 2. April 1911, Z. 4492/112, über Anregung des k. k. Ackerbau=Ministeriums und angesichts der herrschenden Lebensmittelteuerung sowie mit Rücksicht auf das ungünstige Ergebnis der letzten Kartoffelernte im Prinzipe veren für Kartoffel zur Erleichterung der Zufuhr auf erklärt, großere Distanzen rücksichtlich der k. k. österreichischen Staats¬ bahnen Frachtermäßigungen zu gewähren, jedoch nur für Kartoffel zu Nahrungs= und Futterzwecken und auch für solche Kartoffel nur dann, wenn es sich um Sendungen handelt, die aus öffentlichen Notstandskrediten oder sonstigen Fonds ganz oder teilweise angeschafft oder auf Kosten dieser Fonds befordert werden. Für den Fall des Vorliegens dieser Voraussetzungen nimmt das k. k. Eisenbahn=Ministerium in Aussicht, beson¬ ders ermäßigte Frachtsätze einzuraumen, und zwar: der Frachtzahlung für mindestens 5000 kg pro Frachtbrief und Wagen für Entfernungen von 151-540 km (mit Rück¬ wirkung auf kürzere Distanzen) den Einheitssatz von 2 pro 100 kg und 1 km und für Entfernungen über 540 km die Frachtsätze des Ausnahmetarifes 20 des Totalguter¬ tarifes der k. k. österr. Staatsbahnen. Für Kartoffel zu Industriezwecken wird aus prin¬ zipiellen Grunden eine Frachtbegünstigung nicht gewahrt Was dagegen Saatkartoffel anbelangt, so besteht für diese bereits auf Grund des Ausnahmerarifes 25 des Lokal¬ quiertarifes der t. k. österreichischen Staatsbahnen bei Er¬ füllung der daselbst festgesetzten Bedingungen eine 50 %ige Frachtermäßigung Analoge Frachtermäßigungen für Saatkartoffel be¬ stehen übrigens auch auf den Linien der k. k. priv. Süd¬ bahn (Ausnahmetaris 17), der Aussig=Teplitzer=Bahn (Aus¬ nahmetarif 18) und der Buscheraber=Eisenbahn (Ausnahmetarif XIX). Hievon setze ich die Gemeinde=Vorstehungen über Erlaß der k. k. o.=ö. Statthalterei in Linz vom 14. März 1911, Z. 3547/1, behufs Verständigung der interessierten Kreise in Kenntnis. Steyr, 28. April 1911. Z. 788 B.=Sch.=R. Konkurs-Ausschreibung. An der zweiklassigen Volksschule in Kleinreisling ist die Lehrerstelle zweiter Klasse zu besetzen Mit dieser Stelle ist außer der freien Wohnung (Quartiergeld), ein Jahresgehalt von 1200 K, nebst den gesetzlichen Dienstalterszulagen verbunden. Bewerber haben ihre mit dem Reise= und Lehrbe¬ fähigungszeugnisse, sowie der vorgeschriebenen Dienstkabelle belegten Gesuche im Wege der vorgesetzten Bezirksschul¬ beyorde binnen drei Wochen vom Tage der ersten Ein¬ schaltung dieser Konkurs=Ausschreibung im Amtsblatte der „Linzer Zeitung hieramts einzubringen. Steyr, 28. April 1911. Z. 776. An sämtliche Schulleitungen. Bienenzuchtlehrkurse im Jahre 1911. Laut des Erlasses des t. k. Landesschulrates vom 21. April 1911, Z. 3257, wird der o.=ö. Landes=Bienen¬ zuchterverein im Jahre 1911 drei unentgeltliche Bienenzucht¬ Lehrkurse für Lehrpersonen und zwar den ersten am 4., 5. und 6. Mai in Haag am Hausruck, den zweiten am 8., 9., 10. und 11. Mai in Linz und den dritten am 25., 26. und 27. Mai in Grieskirchen abhalten. Die Anmeldungen zu diesen Kursen sind ehemöglichst an die Zentralleitung des genannten Vereines in Linz zu richten Ueber Ersuchen des Vereines sind die Mitglieder des Lehrkörpers hievon mit der Einladung zum Besuche dieser Kurse zu verständigen. Der event, notwendige Urlaub ist im vorgeschriebenen Dienstwege zu erwirken. Steyr, 26. April 1911. Z. 399 u. 400/Sch. An alle Grisschulräte. Betreffend die Wohlfahrts=Einrichtungen in der Winter¬ periode 1910/11. Der k. k. Bezirksschulrat hat in der Sitzung vom 26. April 1911 die Berichte über die an nahezu allen Schulen des Bezirkes in der abgelaufenen Winterperiode bestandenen Wohlfahrts=Einrichtungen (Suppenanstalten, Wechselschuhe, mit Befriedigung zur Kenntnis genommen und beschlossen, allen jenen Körperschaften und Personlich= keiten, welche sich um die Forderung dieser Wohlfahrts¬ Einrichtungen verdient gemacht haben, den besonderen Dank und die Anerkennung auszusprechen. Steyr, 1. Mai 1911. Z 9527. An alle Gemeinde=Vorstehungen und l. k. Gendarmerie=Posten=Kommanden. Warnung vor Unterstützungsschwindler und zwar: Emil Ebenberger, 1890 in Bradl, Bez. Innsbruck, geboren und nach Bruggen zuständig; Die Gemeinde=Vorstehungen werden beauftragt, dem des Genannten außer nach fallweiser Sicherstellung Unter¬ faktischen augenblicklichen Bedürfnisses teinerlei stützung zu verabfolgen, denselben vielmehr bei Vorhanden¬ sein der gesetzlichen Voraussetzungen schulpolizeilich zu be¬ handeln. Z. 9445, 9795 u. 9528. Steyr, 25. April 1911. An alle Gemeinde=Vorstehungen und l. k. Gendarmerie=Posten=Kommanden. Widerruf. Die Ausforschung des Anton Fellner, y. a. Amts¬ blatt Nr. 29, ex 1910 des Franz Ternicer, y. a. Amtsblatt Nr. 39, ex 1910, des Anton und der Franziska Lysymanta, y. a. Amtsblatt Nr. 12, ex 1911, ist einzustellen.
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