Amtsblatt 1911/16 der k.k. Bezirkshauptmannschaft Steyr

Steyr, 15. April 1911. Z. 8666 An alle Gemeinde=Vorstehungen. Stempelbehandlung der Eingaben um Ausfolgung von Jagdkarten und Wassevassen, dann der Jagdkarten und Waffenpasse selbst. Die k. k. Statthalterei hat nachstehende Zusamm¬ stellung der gegenwärtig geltenden Vorschriften betreffend die Stempelbehandlung der Eingaben um Ausfolgung von Jagdkarten und Waffenpassen, dann der Jagorarten und Waffenpasse selbst der k. k. pol. Bezirksbehörde zur Kenntnis und Verständigung der Gemeinde=Vorstehungen übermittelt: 1. Jagdkarten. Schriftliche oder zu Protokoll gegebene mündliche Eingaben um Neuausstellung oder Erneuerung von Jagd¬ karten unterliegen der in der T.-P. 43, a 2, respektive in der T.-P. 79, a 1, des Gesetzes vom 13. Dezember 1802, Reichsgesetzblatt Nr. 89, angeordneten Gebühr von 1 K per Bogen. Es ist aber den Parteien auch gestattet, das Gesuch mündlich und ohne Aufnahme eines Protokolles anzubringen; in diesem Falle ist mangels der Voraussetzung der Stempelpflicht ein Stempel nicht zu entrichten. (Finanz¬ Ministerial=Erlaß vom 28. November 1887, S. 37.22 und Ackerbauministerial=Erlaß vom 1. März 1888, § 255/21 oberösterreichisches Beilagen=Blatt ex 1888 Nr. 6 und over¬ österreichisches T.=G.= u. V.-Bl. ex 1888, Nr. 10, ferner Punkt 111 der Verordnung der k. k. o. v. Statthalterei vom 29. März 1890, Z. 5433/1, L.=G.= u. V.=Bl. Nr. 12, Gebührenbeilage Nr. 5 ex 1890 zum Finanz=Ministerial= Verordnungsblatte. Die Eingaben von Gemeinden um Neuausstellung oder Erneuerung von Jagdkarten für Gemeindeorgane zu dienstlichen Zwecken sind zufolge Tarif=Post 44, lit. g und T.P. 75, lit. b, des Gebührengesetzes vom 9. Februar 1850 Reichsgesetzblatt Nr. 50, stempelfrei. Die Jagdkarten und Jagozertifikate selbst unter¬ liegen: wenn sie von einer landesfürstlichen Behörde (Bezirks¬ hauptmannschaft) ausgestellt werden, gemäß T.P. 1164, aa, des Gesetzes vom 13. Dezember 1862, Reichsgesetzblatt Nr. 89, dem Stempel von 2 K, b) wenn sie von der Gemeinde=Vorstehung (dem Magistrate einer (mit eigenem Statute versehenen Gemeinde aus¬ gestellt werden, gemäß T.P. 1162, b, des Gesetzes vom 13. Dezember 1862, Reichsgesetzblatt Nr. 89, dem Stempel von 1 K, e) wenn sie für das im § 38, Absatz 2 des Jagdgesetzes vom 13. Juli, Landesgesetz= und Verordnungsblatt Nr. 8 ex 1896 bezeichnete, mit der Jagdaufsicht be¬ traute Dienstpersonale (Jagohuter) ausgestellt werden, gemäß T.=P. 116, lit. b, des Gesetzes vom 13. De¬ zember 1862, Reichsgesetzblatt Nr. 89, dem Stempel von 30 h. Die Erneuerung oder Wiederausstellung unterliegt demselben Stempel, wie die erste Ausstellung. (Punkt 111 der Verordnung der k. k. o.-0. Statthalterei vom 29. Mar¬ 1890, Z. 5433/1, Landesgesetz= und Verordnungsblatt Nr. 12, Gebührenbeilage Nr. 5 ex 1890 zum Finanz¬ Ministerial=Verordnungsblatte). 11. Waffenpasse. Eingaben um Ausstellung von Waffenpassen sino stempelfrei (Finanz=Ministerial=Erlaß vom 27. Februar 1905, K. 735, oberösterr. Beil.=Blatt Nr. 4). 2. Die Waffenpasse selbst unterliegen zufolge § 21 des kaiserlichen Patentes vom 24. Oktober 1852, Reichs¬ gesetzblatt Nr. 223 und § 1 der Vorerinnerungen zu den durch das Gesetz vom 13. Dezember 1862, Reichsgesetz¬ blatt Nr. 89, geänderten Tarifbestimmungen der Stempel¬ gebühr von 2 K. Es dürfen jedoch gewissen Amtsorganen zu den einschlä¬ gigen dienstlichen Zwecken Waffenpasse stempelfrei ausgestellt werden und zwar gewissen Postbediensteten, nämlich den Post= meistern, Postboten, Postkutschern, Briefträgern u. og., dann den Postablage=Geschaftsführern (Finanz=Ministerial=Erlaß vom 13. Mai 1897, Z. 3154, Gebühren=Beilage Nr. 6 zum Finanz¬ Ministerial=Verordnungsblatt, amtliche Ausgabe des Gebühren¬ Gesetzes ex 1903, S. 141, ferner Finanz=Ministerial=Erlaß vom 12. November 1907, Z. 82.444, Gebühren=Beilage Nr. 15 zum Finanz=Ministerial=Verordnungsblatt), dann den Gemeinde=Polizeiorganen (Finanz Ministerial=Erlaß vom 4. Februar 1902, Z. 3690, oberösterr. Finanz=Direktions¬ Erlaß vom 20. Februar 1902, Z. 3366/IX, oberösterr. Beilagen=Blatt ex 1902, Nr. 7), und den den Vollstreckungs¬ dienst versehenden gerichtlichen Organen (Finanz=Ministerial= Erlaß vom 7. Jänner 1911, Z. 74 772 ex 1910, over¬ österr. Finanz=Direktions=Erlaß vom 17. März 1911, Z. 340/1, B. 111). ----- -- Z. 8804. Steyr, 15. April 1911. An alle Gemeinde=Vorstehungen und Krankenkasse=Vorstehungen. Verpflegskostenerhöhung für Irrenanstalten. Der o.=ö. Landesausschuß har laut Note vom 24. Fe¬ bruar 1911, Z. 32.013 ex 1909 in der Sitzung vom 20. Februar l. J. beschlossen, die Verpflegsgebühren für die Landes=Irrenanstalten Niedernhart und Gschwendt erhöhen wie folgt: Für Pfleglinge in der 1. Klasse von 5 K auf 6 K; „ „ 11. Klasse von 3 K 20 h auf 4 K; „ „ II. Klasse von 1 K 80 h auf 2 K 10 h pro Kopf und Tag. Hievon werden die Gemeinde=Vorstehungen und Krankenkasse=Vorstehungen mit dem Bemerken in Kenntnis gesetzt, daß diese Erhöhung der Verpflegsgebühren ab 1. Juli 1911 in Kraft tritt. .................... Steyr, 18. April 1911. Z. 724/Sch. An sämtliche Schulleitungen. Freiexemplare aus dem k. k. Schulbücherverlage. Von der mit dem Erlasse des k. k. Landesschulrates vom 4. April 1911, Z. 1722, festgesetzten Armenbücher¬ quote für den Schulbezirk Steyr pro 1911/12 per K 300, Bad entfällt in Kronen für die Schule Aschach 7 Dambach Hau 730. Brunnbach 280, Christino 7 450, Dietach 690, Eberstallzel 890, Gaflenz 6.40, Garsten 1. 13•60, Gleink 7.70, Großraming 10.20, Kirchberg Kleinraming 370, Kleinreisling / 10, Kremsmünster 10. Kruus 4.50, Lausa 620, Lohnsitz 3.—, Losenstein 350, Pech¬ Maria Laa 490, Mühlbach 320, Neustift 740, Nied graben 3.50, Pfarrkirten 10.—, Reichraming 11-

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