Amtsblatt 1911/13 der k.k. Bezirkshauptmannschaft Steyr

Steyr, 27 März 1911. Z 7049. An alle Gemeinde=Vorstehungen und l. I. Gendarmerie=Posten=Kommanden. Widerruf. Die Ausforschung des stellungspflichtigen Franz Springer, H. u. Amtsblatt Nr. 39, ex 1910, ist einzustellen. Steyr, 22. März 1911. 6778, 6779 u. 6780. An alle Gemeinde=Vorstehungen und l. I. Gendarmerie=Posten=Kommanden. Warnung vor Unterstützungsschwindler und zwar: Karl Ofner, 28 Jahre alt, nach Almissa zuständig; Heinrich Rimpft, nach Kishoflan, Komitat Sopron, zuständig und Robert Gorschlich, 20. April 1879 geboren und nach Hannsdorf zuständig, Fabriksarbeiter. Die Gemeinde=Vorstehungen werden beauftragt, den des außer nach fallweiser Sicherstellung Genannten keinerlei Unter- faktischen augenblicklichen Bedürfnisses stützung zu verabfolgen, dieselben vielmehr bei Vorhanden¬ ein der gesetzlichen Voraussetzungen schuhpolizeilich zu be¬ handeln. Steyr, 22. Februar 1911. Z. 677 Warnung vor einem Unterstützungsschwindler. k. k o.ö. Statthalterei vom Laut Erlasses der 12. März 1911, hat ein gewisser Ignaz Blaßnit, ge¬ boren am 5. Dezember 1883 in Edling, zuständig zur Gemeinde St. Stefan im Gailtale, pol. Bezirk Hermagor, angeblich in München seinen Militarpaß verloren. Dieser Paß wird nun von einem unbekannten Indi¬ viduum in Deutschland und Oesterreich dazu benuzt, um bei Gemeinde=Vorstehungen Unterstützungen auf Rechnung der Heimatsgemeinde des Jgnaz Blaßnit herauszulocken. Die Gemeinde=Vorstehungen werden daher beauftragt, dem Genannten keinerlei Unterstützung zu verabfolgen und gegen denselben im Betretungsfalle nach den Bestimmungen des Strafgesetzes vorzugehen. Der Militärpaß solle im Betretungsfalle abgenommen und hieher übersendet werde Steyr, 27. März 1911. Z. 7047. Warnung vor einem Unterstützungsschwindler. Zufolge Erlasses der k. k. o.ö. Statthalterei vom 12. März 1911, Z 2096/XII, treibt sich ein unveranntes nowionum mit dem von der Gemeinde=Vorstehung Lambach auf den Namen des Alois Brunel, Schuhmachergehilfe, 29. Juni 1891 in Schwanenstadt geboren, nach Krems¬ münster zuständig, ausgestellten Arbeitsbuche herum und läßt sich von fremden Gemeinden auf Rechnung der Heimats¬ gemeinde des Alois Brundl Geldunterstützungen verabreichen. Die Gemeinde=Vorstehungen und k. k. Gendarmerie¬ Posten=Kommanden werden angewiesen, die Invigilierung 49 nach diesem unverannten Individuum einzuleiten und es im Betretungsfalle dem Gerichte zu überstellen und gleichzeitig anher hierüber zu berichten. Steyr, 22. Marz 1911. Z. 6783 An alle Gemeinde=Vorstehungen und hochw. Pfarramter. Identitätsfeststellung des Josef Huber. Zufolge Erlasses der k. k. o.-O. Statthalterei vom 10. Februar 1911, Z. 4365, ist der angeblich österr. Staatsangehörige Josef Huber, 48 Jahre alt, welcher am britischen Dampfer „Celtic Princes als Seemann einge¬ schifft war, am 17. Oktober 1910 zur See verschollen. Ver¬ selbe hinterließ weder Loynguthaben noch Effekten. Nähere Anhaltspunkte zur Feststellung der Identität des Verstorbenen sind keine vorhanden Die Gemeinde=Vorstehungen und hochw. Pfarramter werden eingeladen, etwa o. a. bekannte Daten, welche zur Feststellung der Identität des Genannten führen konnten, bis 10. April 1911 anher zur Anzeige zu bringen. Steyr, 22. März 1911. Z. 6775 u. 6782. An alle Gemeinde=Vorstehungen und 1. I. Gendarmerie=Posten=Kommanden. Ausforschung der Susanna Madzia und der Rosa Czerna. Die 40 Jahre alte, nach Heinzendorf, Bezirk Bielitz zuständige Vagantin Susanna Mazia, und die 40 Jahre alte, nach Lipik, Bez. Biala, zustandige Vagantin Rosa Czerna, sollen in die mährische Landeszwangsarbeitsanstalt in Znaim eingeliefert werden. Da alle Bemühungen, den Aufenthalt dieser Vagantinnen zu eruieren, erfolglos ge¬ blieben sind, werden die Gemeinde=Vorstehungen und k. k. Gendarmerie=Posten=Kommanden angewiesen, die Nachfor¬ schungen nach den Genannten sogleich einzuleiten, und ist über ein positives Ergebnis derselben sogleich anher zu be¬ richten. Steyr, 23. März 1911. Z. 6854. Neuerliche Ausforschung der Maria Pelz. Zufolge Erlasses der k. k o.ö. Statthalterei vom 13. März 1911, Z. 2301/11, haben die bisher gepflogenen Nachforschungen behufs Sicherstellung der Joential und Provenienz einer in der Görzer Landesirrenanstalt unter¬ gebrachten Frauensperson, welche angab, Maria Pelz zu heißen, bisher zu keinem positiven Ergebnisse geführt, wes¬ halb über Ersuchen des Gorzer Stadtmagistrates nochmals in intensiver Weise die geeigneten Erhebungen einzuleiten sind, um womöglich die Joentität und Zuständigkeit der noch immer in der genannten Irrenanstalt versorgten Person sicherzustellen. Die mit dem h. a. Erlasse Z. 11.734 vom 24. Mai 1906, Amtsblatt Nr. 22, angeordneten Nachforschungen sind daber neuerlich aufzunehmen und ist über ein positives Ergebnis anher zu berichten. Eine Personsbeschreibung ist in dem zitierten v. a. Erlasse enthalten.

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