Amtsblatt 1893/14 der Bezirkshauptmannschaft Steyr vom 6. April 1893

2 Ufer nehmen und die Gea-Njüge nauwärls der Brückenstelle bis zur Beendigung der üebnngen, da» ist Freiwerden de« Stromes, am rechten wer zuwarten. Zur Sicherung der Schifsahrtlreibenden werden aus- gestellt: I. Eine Ankcrwache 1000 bis 1300^ stromaufwärts der bestehenden ftistlichen Ueberiuhr. L. Ein Aviso - Posten 200 — 300 d stromabwärts der Brückenstelle, und ist bezüglich dieser Posten Folgende» zu beobachten : uä I: Sobald die Donaustrecke zunächst des rechten User» an der UebnngSstelle für Schiffs und Flöße in der Thalfahrt unpassierbar ist, hisst die Aukerwache eine roihs Signalflagge; die Fahrzeuge müssen dann näher dem linken User ihren CurS nehmen; all 2: Die Gegenzüge haben nach Weisung de» Aviso- posten» stromabwärts der Brücke bis zum Freiwerden de» Stromes zu warten. Der I. I. Statthalter: Puthon m. p. 2, M«b an 18S3. Kundmachung. Nachdem am l, April 1893 die praktischen Uebungen im KriegS-Brückenschlage des 8. Pionier-FeldbataillouS bei Mauter» beginnen, werden für den Schiffsverkehr aus der Donau zunächst Krems nachstehende SicherheilSvorkehrungen getroffen, um einerseits einen ungestörten Fortgang der Uebungen zu ermöglichen, andererseits Collistonen zwischen den übenden Abtheilungen und den passierenden Schiffen zu vermeiden, und zwar vorläufig sürdieZeitvom I, April bis 18. Mai I8S3, In der Ritte des eisernen DurchsahrtSselbe» der höl ­ zernen Brücke Stein — Mauter» wird eine blau-weiße Fahne vom 6. Pionier-Feldbataiilon ausgesteckt, und zwar nur in- solange, als an de» Vor- und Nachmittagen aller Tage der Woche, mit Ausnahme der Samstage, der Sonn- und Feier ­ tage, die Pionier-Uebungen währen. Diese Fahne hat die passierenden Wasserfahrzeuge darauf aufmerksam zu machen, dass unterhalb der Brücke Uebungen im Brückenschläge, Wassersahreu und Verankern vorgenommeu werden, sie zu erhöhter Vorsicht beim Passieren der Brücke zu mahnen, beziehungsweise sie zu veranlassen, sich nach Passieren der Stein — Maulirner - Brücke mehr an das linke Donau-User zu Hallen. Wien, am »6. Mär, tSÜS. Von der k. ß. imäerösierreichischen Statthaltern. Z. 4563. An sämmtliche Gemeinde - Worsteyungen und k. k. Gendarmerieposten-Kommanden. Zufolge Erlasses der hohen k. k. Slalthalterei in Linz vom 25. März 1893, Z. 4560/VIII, zur Kenntnisnahme. 2. 6860. Kundmachung. Angesichts der nunmehr günstige» Stander der Maul- nnd Klauenseuche im Salzburgischen wird die hieramtliche Kundmachung vom 21. Februar 1893, Z. 3868, dahin ab- geändert, das« vom Tage der Verlautbarung dieser Ver ­ fügung die Ein- und Durchfuhr von lebenden Klanenthieren au» dem Herzogthume Salzburg nach und durch Tirol und Vorarlberg unter Beobachtung der zu Recht bestehenden veterinär-polizeilichen Vorschriften un- beschränkt wieder statlsinden kann, was hiemit im Nach- hange zur Kundmachung vom 2. März 1893, Z. SS39, zur allgemeine» Kenntnis gebracht wird. Jnnt druck, am 19. März 1893. L. k. Ltalthalterri für Lirol und Vorarlberg. Stepr, den I. April 1893. Z 4101. An sämmtliiko Gömeiuäe-AsrstkktMgeit Mll k. k. Omstarmene-Posten-CommMckm. Ausforschung des Stellungdpflichtigeu Joses Zwirner. Laut de» Erlasse« de» hohen I. k. Ministerium« für Land-Sv-rlheidtgung in Wien vom 10. März 1893, Z. 3033/1289, II b, hat die k. I. Statlhallerei sür Mähren »m die Veranlassung der Ausforschung de» am 8. Jänner I8K8 z» Gün«, Comitat Eisenburg in Ungar», geborenen Joses Zwirner, Sohn der nach Bärn im Sternberger Bezirke zuständigen Dienstmagd Karoline Zwirner, welcher bi« nun zur Stellung nicht erschienen ist, angesucht. Die in Mähren gepflogene» Erhebungen haben nur ergeben, das» Karoline Zwirner vor mehr als 20 — 2ä Jahren von Bärn unbekannt wohin weggegangen ist und seit dieser Zeit nicht« mehr von sich hören ließ. Dieselbe hat a»ch i» Bär» gar keine Verwandten und sonstige Bekannten. Am 7. Juni 1884 hat der Gemeinde - Vorstand in Bärn der Genannte» einen Heimatschein auögesertigt. Ihr stellungrpflichttger Sohn Joses Zwirner hat sich in seiner Heimat-gemeinde Bärn nie ausgehaitrn und ist sowohl dort als auch laut Zuschrift der Stadthauptmanii- schaff in GünS vom 12. Jänner 1893, Z. 97, in dieser Gemeinde gänzlich unbekannt. Hievon werden die Gemeinde-Vorstehungen und k. k. Gendarmerie - Posten - Commanden zufolge de» Erlasse» der hohen k. k. Stallhalterei iil Linz vom 16. Mär, 1893, g. 4163/IV, mit dem Austrage in Kenntnis gesetzt, die be ­ züglichen Nachforschungen u. zw. insbesondere in der Rich. lung zu Pflegen, ob der Genannte nicht etwa in einem Ver ­ zeichnisse der Stellungipflichltgen ausgeführt erscheint, seiner StellungSpflicht genüge geleistet hat, oder gestolbe» ist. Ueber ein Positives Ergebnis dieser Nachforschungen ist bi« I. Juni 1893 anher zu berichten. Stepr, am 21. März 1893. Der t. k. Bezlrkshanptmanu Hugo R. v. Hedcuftrett. Redaction und Verlag der I. k. B-zirlShauptwaouschaft Stepr. — HaaSIche Buchdruckern iu Stepr.

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