Amtsblatt der Stadt Steyr 1977/7

DIE AKTUELLE SEITE - DIE AKTUELLE SEITE - DIE AKTUELLE SEITE ~ d-U/jtetituLen UfLCL J-tetµeJ( / Anläßlich einer großangelegten Tagung von Denkmalschutzbeauftragten aus dem gesamten Bundesgebiet in Kremsmünster, besuchte die Delegation am Donnerstag, dem 16. Juni 1977, auch die Stadt Steyr, um sich über den Stand der F assadenerneuerung und Restaurierung von Gebäuden zu informieren. Bei dieser Gelegenheit konnte ich die erfreuliche Erklärung entgegennehmen, daß von seiten des Denkmalschutzes der Stadt ein hohes Lob über die bisher geleistete Arbeit ausgesprochen wurde. Diesem Lob schloß sich auch die Feststellung an,daß der Stadtplatz von Steyr wohl als der größte und ge- schlossenste in se iner Art von ganz Österreich gilt. Eine Aussage, die von Fachleuten getroffen, sehr wi c htig ist. Die Bemühungen der Stadtverwaltung um e ine laufende Erneuerung des Althausbe- standes durch Restaurierungen und Renovierungen s ind se it vielen Jahren von Erfolg be- gleitet und werden seit der Festlegung dc>r 1000-Jahr-Fe ier auf 1980 im verstärkten Ausmaß fortgesetzt. Das Erscheinungsbild incr Stadt wird s icherlich von der Wirt- schaftskraft, den sozialen Verhältni ssen und dc>n kulturellen Ereignissen weitgehend geprägt. Darüberhinaus aber ist es der Zustand der Altstadtg biete, der dieses Cr- scheinungsbild sehr wesentlich, sowohl für den Besu her als auch für den Gemeinde- bürger formt. Dem Rechnung tragend, sind durch das Zusamm nwirken ve rschiedener 1 nitiativen von Hausbesitzern, der Stadt Steyr, des Land s Oberösterreich und des Bundes namhafte Mittel zur Erhaltung des Althausbestandes eingesetzt worden. Nach Vor- liegen der Abrechnungen für 1976 leistete die Stadt Steyr an 34 verschiedene Objekte einen Zuschuß von mehr als S 400.000,-. Die gesamten R stauri erungskosten betrugen mehr als 3 Mi II ionen Schi II ing, worunter sich e in e Betei Ii gung des Landes Oberösterreich von S 150.000,- und eine solche des Bundes von S 155.000, - befinden. In diesem Zu- sammenhang finde ich es auch für notwendig, e inmal jenen Hausbesitzern zu danken, die durch eigene Initiative, durch den Einsatz hoher Geldmittel und durch das verständnis- volle Zusammenarbeiten mit unseren Denkmalschutzbeauftragten, einen wichtigen Beitrag zur Stadtverschönerung, sei es durch ~assadenrenovierung, Erneuerung der Dächer oder sinnvolle Umgestaltung des Hausinn ren, erbracht haben. Obwohl auf diesem Ge- biet schon sehr viel geschehen ist, st ht un noch eine Fülle von Aufgaben bevor. Die Zusicherung von Frau Bundesmini st r Dr. i rnberg, durch das Wissenschaftsministerium über das Bundesdenkma lamt we it erhin mit Förderungsmittel rechnen zu können, be- trachte ich als eine wi cht ige Voraussetzung für die weiteren Arbeiten im Sinne des Denkmalschutzes. So wie ein gut es Lohn- und Gehaltsniveau, gesicherte soziale Verhältnisse und die Deckung des Kulturbe darfes z ur Le bensqualität in unserer Stadt gehören, ist es schließ- 1ich auch erforderlich, daß s ich jeder Steyrer, der seine Stadt liebt und sich in ihr wohl fühlt, auch dem Gedanken der Altstadterhaltung und den Maßnahmen der Stadtver- schönerung nicht nur wohlwollend gegenüberstellt, sondern sich mit ihr vollständig identifiziert. Eine so lche Einstellung ist letztlich auch ein Bekenntnis zu unserer ei- genen Lebenswelt. Aus dieser Über legung glaube ich, 1hnen wieder eine interessante Information gegeben zu haben und verbleibe Franz Weiss (Bürgermeister)

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